Fachartikel

Das Unbeschreibbare beschreiben. Zu Julius Knierims Ausarbeitung einer Leiertechnik

Inhalt: Notizen zur Biografie Julius Knierims - Die von Edmund Pracht formulierte Leiertechnik - Julius Knierims Leiertechnik im Überblick - Raumesübungen - Aspekte der Dreigliedrigkeit musikalischer Prozesse zwischen Hören und Bewegen - Haltung-Formerfahrung - Bewegung - Von der großen bewegung zur kleinen - Die "Formel" h - (links) a - d (rechts) - Von 4 zu 5, zu 7, zu 12 Tönen - Literatur

Autor(en):
Beilharz, Gerhard
Verlag:
Norddeutscher Arbeitskreis für Leierspiel
Fundstelle:
Leierrundbrief, Nr. 18, Michaeli , 2002, S. 1 - 11

Von fremden Ländern und neugierigen Menschen

Zur Musik von Juan Maria Solare, besonders zu seiner Komposition Knospe für Altleier solo.

Zur Musik von Juan Maria Solare, besonders zu seiner Komposition Knospe für Altleier solo.

Autor(en):
Korobova, Kateryna

Finanzierung des Leierbaus

„Geld“
„Ihr Leierlehrer müßt dafür sorgen, daß mehr Leier gespielt wird - sonst können wir nicht weiter existieren!“
Dieser Satz aus einer Leierbau-Werkstatt sitzt mir in den Knochen, seit er geäußert wurde - vor mehreren Jahren -. Ich nahm ihn als persönliche Mahnung: 1.) mehr mit der Leier zu machen und 2.) mehr Öffentlichkeitswirksamkeit herzustellen, und 3.) als persönliche Beschuldigung: Du machst es nicht richtig.

„Geld“
„Ihr Leierlehrer müßt dafür sorgen, daß mehr Leier gespielt wird - sonst können wir nicht weiter existieren!“
Dieser Satz aus einer Leierbau-Werkstatt sitzt mir in den Knochen, seit er geäußert wurde - vor mehreren Jahren -. Ich nahm ihn als persönliche Mahnung: 1.) mehr mit der Leier zu machen und 2.) mehr Öffentlichkeitswirksamkeit herzustellen, und 3.) als persönliche Beschuldigung: Du machst es nicht richtig.

- Und jetzt? -
Inzwischen habe ich gemerkt, daß ich manches auch richtig mache.
Und daß Öffentlichkeitswirksamkeit nicht automatisch mit dem Guten und Richtigen verbunden ist. Dabei beruhigt mich der Blick auf Andere - auf unzweifelhaft als Koryphäen erkannte KÖNNER : Es gibt mehr phantastisch gute Klavierspieler als auf auf dem CD-Markt Platz haben.
Indem ich in aller Ruhe bei Anderen beobachten kann:
Er ist Kulturarbeiter und Er bekommt kein Geld
hab‘ ich schon mal eine Bedrückung erlöst: Kein Geldfluß zu mir ist nicht die logische Aussage: Deine Kulturarbeit ist schlecht. Für die Arbeitsgüte gibt es Kultur-Maßstäbe. Für den Geldfluß gibt es Geldwesens-Maßstäbe.

Da forsche ich: Wie kommt das Geld von der Quelle zur Kultur?
Was ist überhaupt die Geld-Quelle?
Jedenfalls sehe ich mich jetzt vor die freie Wahl gestellt, entweder in den Jammergesang „tu was“ einzustimmen, oder für mein Tun zu erkennen: Hartmut, es sind jetzt 2 Aufgaben, in denen du derzeit drinnenstehst, Dein Beruf und zu Geld zu kommen.
Jetzt erlebe ich: Der Leierbauer und ich sitzen im selben Boot: Wir sind Kulturarbeiter.

Ist Instrumentenbau „Kultur“?
Variation „schönen Abend genießen“
Variation „Zukunft erzeugen“
Variation „Bilden“

Ist Instrumentenbau „Dienstleistung“?
Variation „Nachfrage bedienen“
Variation „Bedürfnisse wecken“
Variation „Ererbtes tradieren“

Ist Instrumentenbau „Produktion“ ?
Gibt es seit 1926 ein Musikinstrument, das als Prototyp dasteht und in Serie gebaut werden kann bzw. gebaut wird?
Ist der Instrumentenbau in einer Phase, in der es nur individuelle Exemplare gibt, also in der Entwicklungsphase (Pionierphase)?
Ich suche das Gespräch! info@klangbus.de

Autor(en):
Reuter, Hartmut

Das Wesentliche ist immer einfach. Prospekt

hier steht mein Prospekt

"Das Wesentliche ist immer einfach."

in oline-form zur verfügung

 

Wenn die Menschen nicht mehr zum Klang gehen,
dann muß der Klang zu den Menschen gehen!
 
-Zur Entstehung des Projektes Klangbus-
 
Mein Beruf ist es, möglichst vielen Menschen die Begegnung mit dem Klang der Neuen Instrumente zu verschaffen.

hier steht mein Prospekt

"Das Wesentliche ist immer einfach."

in oline-form zur verfügung

 

Wenn die Menschen nicht mehr zum Klang gehen,
dann muß der Klang zu den Menschen gehen!
 
-Zur Entstehung des Projektes Klangbus-
 
Mein Beruf ist es, möglichst vielen Menschen die Begegnung mit dem Klang der Neuen Instrumente zu verschaffen.

Folgende Situation finde ich vor:
Die Menschen kommen immer weniger mit "Klang" in Begegnung. Die Besucherzahlen in Konzertsälen sanken in den vergangenen 50 Jahren, die Kürzung öffentlicher Ausgaben betrifft auch die Bereiche "Aufführungen" und "Bildung", das deutsche Nationalorchester (die Berliner Symphoniker) werden nicht mehr vom Staat bezahlt. Und in den allermeisten Fällen, in denen die Menschen ihrer Sehnsucht nach Klang ("Sound") Ausdruck verleihen, schiebt sich der Lautsprecher zwischen Bedürfnis und Erfüllung. Was aus dem Lautsprecher kommt, nenne ich "Darstellung von Klang", nicht den Klang selber. Der Lautsprecher kann Informationen vermitteln, aber er kann nicht das Wesentliche von Musik und nicht das Wesentliche von Klang übermitteln. Und das Bewußtsein für den Unterschied zwischen Klang und Darstellung von Klang ist in der Gesellschaft nicht vorhanden. Der Kunde, der im Reisebüro gebucht hat, ist nicht zufrieden mit den Fotos von seinem Reiseziel, er will selber noch dahin fahren. Aber geht heim, sagt "ich möchte jetzt Musik hören", drückt auf den Knopf - und ist zufrieden! Der Gitarrist, der im Hofe des Schlosses Thurnau ein Konzert spielt, stellt zwischen sich und das Publikum eine Verstärkeranlage, akustisch vollkommen überflüssig; ich war aber angereist, um seine Gitarre  zu hören, Lautsprecher habe ich ja zu Hause selber.
In unserer Seh-geprägten Gesellschaft hat sich eine gewisse Sensibilisierung für den Sehsinn gezeigt: Es gibt inzwischen Kreißsäle, in denen man die Quecksilberhochdruckdampflampen abgeschaltet hat, und das Neugeborene wird mit mildem Licht begrüßt. Die Gestaltung der akustischen Umwelt steht noch aus. -
 

Meine philosophisch-pädagogische Grundlage:

Wir haben für unsere Begriffsbildung, also für unsere Erkenntnis zwei Quellen. Die eine Quelle sind die Wahrnehmungen, die
mit unserer Erinnerungsfähigkeit zusammenwirken und eine Reihe von Erlebnissen miteinander verbinden: "Das habe ich doch schon mal erlebt/gesehen/gehört". - Die andere Quelle ist der "Aha-Moment", der Augenblick, in dem ich erlebe, was es ist, wie es ist, in dem ich erkenne, in dem ich den Begriff greife. In unserer Kindheit war dies zum Beispiel das Erlebnis, was das Wort "ICH" bedeutet. In der Schule das Erlebnis, wieso Herr Pythagoras recht hat mit der Behauptung, daß das Quadrat aus der Hypotenusenlänge genau so groß ist, wie die beiden Quadrate aus den Kathetenlängen zusammen. Wir können die zweite Quelle auch benennen, wir sollten einen Namen dafür finden. Vorläufig übernehme ich die Bezeichnung Intuition, setzendes Denken (in Unterscheidung zum verknüpfenden Denken und zum Entschließen) dafür.
Wahrnehmung und setzendes Denken sind die beiden Quellen unserer Erkenntnis, unserer Begriffsbildung. Alle drei sind immer individuell: Sowohl das Wahrnehmen, als auch das Denken, als auch die Erkenntnis. Erst wenn diese Arbeit getan ist, kann Information ausgetauscht werden.
Aus diesem Grund habe ich mich für die Verwendung von Originalinstrumenten entschieden, denn technische Medien sind nicht die Quellen originärer Begriffe, sondern eine Möglichkeit der Informationsübermittlung zwischen  hochgebildeten Menschen.

Stellvertretend für die Entwickler Neuer Instrumente möchte ich meine Meister Manfred Bleffert und Andreas Lehmann nennen, sowie die Choroi - Bewegung. Diese Entwicklungen begannen 1926 nach Anregungen durch Rudolf Steiner.

Mein zweites berufliches Bein, mit dem ich mich vorwärts bewege, ist die Landschaft. Hier und da. Fragen Sie mich nach Berichten über meine Entwicklungsarbeit in Guatemala oder Oberfranken!
 
Hartmut Reuter, Klangbusfahrer
Dieser Brief ist aus Anlaß meines Rundfunk-Portraits entstanden.

Ich suche das Gespräch! info@klangbus.de

Autor(en):
Reuter, Hartmut